März

Frühling mit Freunden.

So oft es geht besuchen wir unsere lieben Freunde am Bodensee. Viel zu selten, schreit die Seele, doch am ersten, warmen Wochenende schaffen wir es wieder mal ans schwäbische Meer, und lassen den Alltag hinter uns. Es ist jedes Mal wie Urlaub. Gemeinsam mit den Menschen, die uns so nah sind wie sonst nur Familie. Wir legen die Wintermäntel ab und genießen die erste Wärme auf der Haut. Die Sonne scheint uns auf die noch blassen Gesichter, der Grill bruzelt leckeres Mittagessen und die Kinder verlieren sich in der Zeit, und spielen frei und friedlich den ganzen Tag miteinander. Utopia! Das knirschen der Terassenkieselsteine unter meinen Füßen wird mir fehlen, denn so wie wir diesen Frühling gemeinsam erleben wird es in Zukunft nicht mehr sein. Unsere Freunde bauen auf dem gleichen Grundstück ihr Traumschloß. Ein wunderschönes Holzhaus, das Nest für die Familie. Und weil es dort so schön ist, bauen sie gleich zwei Ferienwohnungen mit an, die ab August gemietet werden können.

Wir feiern später im Monat meinen 37. Geburtstag, der grundlos etwas depressiv verläuft. Vielleicht das Alter, aber wer weiß das schon, denn die Hormone stellen sich zu dieser Zeit auch um. Der Kleinste gedeiht nun ganz unabhängig von meinem Körper und ich bin wieder frei. Die Stillzeit ist wie der ganze Beginn des Lebens etwas Besonderes, einfach unvergleichlich und wunderschön. Nach 17 Monaten feiere ich dennoch meine wieder gewonnene Unabhängigkeit, und stoße zum Geburtstag das erste Mal in diesem Jahr an.

Unsere Familienplanung ist jetzt abgeschlossen und ein gewaltiger erster Akt geht zu Ende. Ich bin dankbar und dankbar und dankbar und dankbar für ein Leben voller Liebe, Gesundheit und dem nötigen Tohuwabohu.