Februar

Der Februar war still.

Drei meiner Männer haben in Österreich die natürlich beschneiten Pisten gemeinsam mit den Großeltern unsicher gemacht. Traditionsgemäß gehen wir einmal im Jahr Ski fahren, aber ich hatte den Ruf des Bergs diesmal nicht gehört. Die Anstrengungen der ersten Monate stecken mir in den Knochen und ich ziehe somit gemütliche, eingeigelte Stunden zuhause vor. Das Leben ist für diese sieben Tage mal ganz anders. Ich füge mich der Unsicherheit und Ruhe und spüre nach und nach wie die Sehnsucht aufkommt. Es ist ein intensives Gefühl, dass ich nicht oft empfinde. Es macht mich dankbar und nach sieben Tagen freue ich mich, dass ich meine Chaosbande wieder in die Arme schließen darf und alles gut gegangen ist.

Zuhause erledigen wir in der Zeit alles zu Fuß, weil das Auto mit im Urlaub ist und es klappt ganz gut. Der Hund wird von mir und umgeschnalltem Baby auch in den dunklen Stunden um den Block begleitet und der Babyhorizont erweitert sich durch leckere, pürierte Möhrchen.

Mir fehlt ein wenig Inspiration, die nur kurz durch ein paar Sonnenstrahlen, die sich durchs Wohnzimmerfenster mogeln, geweckt wird. Ansonsten liegt die Kamera wieder im Winterschlaf und wartet auf schöne, gemeinsame Stunden in der Natur. Wir warten gemeinsam.