#BERLIN

neues Projekt in Arbeit

Februar

Der Februar war still.

Drei meiner Männer haben in Österreich die natürlich beschneiten Pisten gemeinsam mit den Großeltern unsicher gemacht. Traditionsgemäß gehen wir einmal im Jahr Ski fahren, aber ich hatte den Ruf des Bergs diesmal nicht gehört. Die Anstrengungen der ersten Monate stecken mir in den Knochen und ich ziehe somit gemütliche, eingeigelte Stunden zuhause vor. Das Leben ist für diese sieben Tage mal ganz anders. Ich füge mich der Unsicherheit und Ruhe und spüre nach und nach wie die Sehnsucht aufkommt. Es ist ein intensives Gefühl, dass ich nicht oft empfinde. Es macht mich dankbar und nach sieben Tagen freue ich mich, dass ich meine Chaosbande wieder in die Arme schließen darf und alles gut gegangen ist.

Zuhause erledigen wir in der Zeit alles zu Fuß, weil das Auto mit im Urlaub ist und es klappt ganz gut. Der Hund wird von mir und umgeschnalltem Baby auch in den dunklen Stunden um den Block begleitet und der Babyhorizont erweitert sich durch leckere, pürierte Möhrchen.

Mir fehlt ein wenig Inspiration, die nur kurz durch ein paar Sonnenstrahlen, die sich durchs Wohnzimmerfenster mogeln, geweckt wird. Ansonsten liegt die Kamera wieder im Winterschlaf und wartet auf schöne, gemeinsame Stunden in der Natur. Wir warten gemeinsam.

Lena Gercke für mexx sunshine

Januar

Eigentlich hatte ich mir spontan vorgenommen, 2018 ein 365 Tage Projekt anzufangen, was bedeutet, dass ich jeden Tag die Kamera in die Hand nehme, um vorallem persönliche Erinnerungen festzuhalten und um mein Handwerk zu schulen. Inspiriert durch andere Projekte dieser Art und was sie übers Jahr erreicht haben, wollte ich mich im neuen Jahr unserem Alltag auch fotografisch verpflichten. Jeden Tag ein Bild! So schwer kann das doch nicht sein, oder? Am 08. Januar bin ich das erste Mal gescheitert, und einige andere Tage folgten bald. Während ich an manchen Tagen kaum aufhören konnte zu fotografieren, fand ich an anderen weder Inspiration noch Zeit. Wenn ich also ehrlich zu mir selber bin, dann passt dieses Projekt nicht zu mir und ich nicht zu ihm. Das freie Fotografieren muss für mich frei bleiben und passt in kein tägliches Gerüst. Ich werde hier also nicht jeden Tag ein Bild teilen, sondern monatlich gesammelte persönliche Schätze. Hier sind einige Januar Momente.

Was nach dem Tod passiert.

what happens after death.

Lago di Garda

Pfingsten 2017 fand unser großer Familienurlaub statt, da wir in den Sommermonaten unser drittes Kind erwarten und ich das Nest kurz vorher nicht mehr verlassen wollte. Wir hatten uns der Idee von Freunden angeschlossen, die den Gardasee in Italien als ihr Ziel erklärt hatten, und konnten zwei sehr schöne Wochen dort verbringen. Für Familien und Naturliebhaber ist es ein wunderbarer Ort und Ausgangspunkt, um viele einmalige Orte wie die Isola San Biagio (Haseninsel), den Lago di Valvestino, Venedig und den Gardasee selbst (per Boot) zu erkunden.

Es war auch zu dieser Zeit, dass ich das letzte Mal intensiv und inspiriert fotografiert habe. Seither sind zehn Wochen vergangen, die Schwere der Schwangerschaft hat mir die Kraft und Muse geraubt die Kamera in die Hand zu nehmen. Umso schöner ist es, heute zu diesen Bildern zurück zu kehren, um mich daran zu erinnern welches Geschenk die Fotografie ist. Nicht nur persönliche Erinnerung und die Möglichkeit Momente zu bewahren trösten mich ein wenig, sondern auch die gewonnene Gewissheit, dass meine Leidenschaft nur temporär ruht. Wie ein Baby beim Mittagschlaf, dass danach gestärkt die Welt weiter erkundet, um sich einen Reim aus allem zu machen.

noch ein Buchcover

Im August 2017 erscheint John Burleys neuer Roman und mein Foto ziert das Cover.

ein Buchcover

Dank meiner Bildagentur plainpicture feiere ich Premiere, denn eins meiner Fotos findet sich jetzt auf dem Cover des neuen Buchs von Virginia Macgregor.

Karussell der Jahreszeiten

 

"Der Frühling legt uns jedes Jahr die zarte Ahnung eines erwachenden Lebensgefühls auf die Schwelle. Wir schütteln die bleiernen Tage ab und lösen uns aus der Enge des Winters, um auf alten Pfaden neue Wege zu gehen. Wir sind treuherzig und in unerbittlicher Erwartung, denn wir wollen raus, uns verbinden mit der Natur. Das neue Leben erleben, die eigene Zugehörigkeit verstehen."

 

Und so zieht es uns raus an dem Tag, an dem der Winterschleier fällt, und begrüßen und umarmen ihn wie einen alten Freund, der lange nicht mehr zu Besuch war. "Hallo, schön Dich zu sehen. Fühl Dich wie zu Hause und bleib eine Weile. Du hast uns sehr gefehlt."

 

OSTERN 2016

Seit ein paar Jahren treffen wir uns an Ostern in einer Hütte auf der Schwäbischen Alb mit der Familie. Wir basteln Oster Nester, essen gut und viel, entspannen, spielen und genießen viel Zeit im freien Umland. Cousinen & Cousins sind sich nah und Oma & Opa haben endlich alle ihre Lieben um sich. Dieses Jahr hat Opa mit den Kindern aus Rinde, Moos und Stöcken vier Oster Nester gebaut, es wurden Eierbecher gefilzt, wir haben ein Osterfeuer entfacht, sind gewandert und haben einen Geburtstag gefeiert. Ich bin jetzt 35 und habe mir beim Ausblasen der Kerzen gewünscht, dass unser Ostertreffen im nächsten Jahr genauso schön wird.

 

RECARO

Während der Retro Classic Messe habe ich für Recaro Impressionen des Messestands und die Podiumsdiskussion mit Herbert Linge und Hans-Joachim Stuck fotografiert.